Heute konnte man den ersten Schnee oben auf der Kampenwand erahnen. Das ist für einen 22. Oktober nicht wirklich früh. Ich fuhr auch nicht bis ganz oben zum Schnee selbst, dafür radelte ich seit längerem mal wieder die Skipiste Aschau hoch.
Dieser Sommer inkl. dem Spätsommer u. Herbst waren außergewöhnlich warm und trocken. Insofern war der erste (sichtbare) Schnee oben auf der Kampenwand schon fast eine kleine Sensation. Grund genug, ein E-Bike zu satteln, um am späten Nachmittag hinaufzuradeln. Kurz entschlossen fuhr ich nicht nur hinauf Richtung Schnee, ich wählte auch die Skipiste Aschau als Weg: Die Strecke bin ich nämlich 2026 vergleichsweise selten gefahren – vor allem wegen den hohen Temperaturen. Man muss ja nicht übertreiben …
Die Auffahrt verlief unspektakulär: Meine Herzfrequenz als auch die Beine schienen nicht bemerkt zu haben, dass ich die durchaus steile und lange Strecke kaum gefahren bin. Das war erfreulich! Vor allem deshalb, weil ich mir ausgerechnet den ersten „nassen“ Tag ausgesucht hatte, um die dadurch leicht matschige Auffahrt zu bewältigen. Dann verbraucht man erfahrungsgemäß deutlich mehr Energie als bei Trockenheit. Insofern verlief der spontane „Fitnesstest“ doppelt positiv.
Dennoch drehte ich beim Liftstüberl wieder um und fuhr nicht bis hinauf zum Schnee, den man von dort aus gut sehen konnte. Dafür gab es gleich zwei Gründe: Einen technischen und einen gesundheitlichen. Technisch fiel mir schon früh auf, dass die Bremsen des CUBE nicht so optimal funktionierten wie erwartet. Ich wollte sie nicht durch eine noch längere Abfahrt auf die Probe stellen. Gesundheitlich war es vor allem die Kälte nach dem Liftstüberl: Durch die Fahrt über die Skipiste war ich ziemlich erhitzt. Zudem weiß ich aus Erfahrung, dass meine Atemwege bei unter Null grad besser langsam Schritt für Schritt an die Kälte gewöhnt werden sollten. Und auf Höhe des Liftstüberls bemerkte ich schlagartig, dass die Atemluft viel kälter war als die gesamte Strecke davor.
So fuhr ich wieder entspannt zurück (mit z.T. stark quitschender Hinterradbremse). Auf dem letzten Teilstück der Skipiste fuhr ich dann auch nochmal über das frisch gemähte Gras. Allerdings versaute ich mit dabei auch meine Jacke, denn das war echt purer Matsch – wie gesagt: Ich fuhr direkt nach einem starken Regen vom Vortag, der weiter oben zu Schnee wurde. Kurzum es wurde dann eine richtige „Sauerei“, die eine Grundreinigung des E-Bikes am Ende der Tour erforderte.