Es sollte eigentlich nur eine Routinefahrt Richtung Chiemsee werden. Doch in der Bernauer Achen entdeckte ich heute etwas wirklich besonderes: Einen vermutlich noch jungen Zwergtaucher – kaum 20 cm groß und gut getarnt. Wußte gar nicht, dass es dieses schwer zu entdeckende Tier überhaupt gibt.
Die heutige Tour begann wie immer in Hohenaschau. Dabei konnte ich einige Bilder des neuen Cramer-Klett-Stegs machen. Er wird vermutlich in den nächsten Tagen fertigstellt. So kann man endlich wieder ohne Probleme diesen Teil entlang der Prien spazierengehen oder radeln.
Dann gings weiter Richtung Bernau. Der Anlass war eigentlich gar nicht so erfreulich: Unser sehr geschätzter Nachbar verstarb vor einiger Zeit an ALS – brrr … gruselige Krankheit – dann doch lieber ohne Vorwarnung ein Herzinfarkt! Schließlich wurde er in Bernau im so genannten „Rosengarten“ beigesetzt. Wie ich herausfand, ohne ein Namensschild. Der Bernauer Rosengarten ist offenbar so eine Art „Friedwäldchen“ und statt mit Bäumen umrahmt von Rosen. Es gibt sicherlich schlechtere Ruhestätten.
Von da ab ging es weiter Richtung Felden. Dabei fuhr ich diesmal an der Bernauer Achen entlang. Direkt nach der Autobahnbrücke sah ich dann etwas ungewöhnliches: Ein „tauchendes Küken“ – so schien es jedenfalls. Kaum 20 cm groß, eher kleiner und extrem gut getarnt. Aber: Tauchen konnte es wie ein Weltmeister.

Der Versuch, das Tier zu fotografieren, gelang nur bedingt. Man kann es auf dem vorherigen Bild zumindest erahnen … Da ich in diesem Moment nicht wußte, mit was ich es da überhaupt zu tun hatte, fragte ich eine mobile KI. Die Antwort: Es würde sich wohl um einen Zwergtaucher im „Schlichtkleid“ handeln. Das macht auch Sinn, denn direkt nebenan am „Irschener Winkel“ gibt es offenbar eine Zwergtaucherpopulation.
So fuhr ich noch etwas weiter bis zum Freibad Felden und von dort Richtung Medical Park. Was mir dabei natürlich auffiel: Der niedrige Wasserstand des Chiemsees – etwa immer noch 50 cm weniger als sonst. Eine KI hat ausgerechnet, dass das Defizit bei einer Fläche von 79.900.000 qm etwa 266 Millionen voll gelaufenen Haushaltsbadewannen entspricht (bei 150 Litern pro Wanne). Das wiederum entspricht etwa 2 % des Gesamtvolumens. Klingt wenig, ist aber für viele Tiere des Chiemsees, insbesondere die Renke, ein echtes Problem.
Schließlich trank ich bei Schiller in Bernau bei milden Temperaturen und Sonnenschein noch einen wirklich sehr leckeren Cappuccino – dann ging’s wieder heim.