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Die ausgetrocknete Prien im Oktober

Das für mich vermutlich markanteste Erlebnis des Jahres 2026: Die ausgetrocknete Prien. Die Dürre erfaßte weite Strecken von Sachrang bis kurz vor die Autobahn – also eine Länge von über 10 km. Heute fotografierte ich nochmal bei einer „goldener Oktober“ E-Bike-Tour den Abschnitt zwischen Bach und Sachrang. 3/4 des Abschnitts sind nach wie vor trockengefallen.

Eigentlich müßte man das Trockenfallen der Prien von August bis Oktober noch besser dokumentieren als „bloß“ mit einer Bildergalerie. Leider habe ich nicht über die gesamte Zeit hinweg festgehalten, wo und wie sie trockengefallen ist – vor allem nicht Richtung Sachrang, obwohl sie dort über die längste durchgehende Strecke hinweg ausgetrocknet war.

Das ist u.a. erwähnenswert, weil auf Wikipedia ein Bild gepostet wurde, das einen Teilabschnitt südlich von Huben im Rekordsommer im August 2003 zeigt. Und genau diese Stelle habe ich nun wieder fotografiert – allerdings am 20. Oktober, also zwei Kalendermonate später. Und der Abschnitt ist schon wieder trockengefallen, obwohl es gerade erst durchaus intensiv geregnet hatte. Bis zum 13. Oktober war nach längerer Trockenheit am Stück die Prien daher „noch trockener“ als es die Bilder von heute ahnen lassen: Quasi durchgängig von Sachrang bis Einfang kurz vor dem Ortsteil Bach. Das Bild von 2003, das offenbar ein einmaliges Extrem-Ereignis zeigen soll, ist im Vergleich des Trockenfalls im Zeitraum von August bis Oktober 2026 eher ein „kleiner, kurzfristiger Event“ gewesen.

Prien Oberlauf 20. Oktober 2026

Prien Oberlauf gleiche Stelle August 2003

Wie verschiedene Tafeln entlang der Prien zeigen, ist das teilweise Trockenfallen der Prien auch keine Seltenheit – soweit sich das auf den Bereich bei Grattenbach bezieht. Aber von Sachrang bis nach Aschau 2/3 der Strecke trocken? Das spricht klar für einen erheblich abgesunkenen Grundwasserspiegel. Und das wiederum erklärt, warum trotz des mehrfach starken Regens zwischen 14. und 18. Oktober die obere Prien am 20. Oktober wieder weitgehend trockenfallen konnte.

Sicherlich: Es gab und gibt immer noch 2-3 Stellen, an denen die Prien über einige hundert Meter als Fließgewässer sichtbar wird – vor allem kurz nach Grattenbach, weil dort der Untergrund felsig ist und der Grattenbach (der nicht nur ein Ort, sondern auch ein östlicher Zufluss der Prien ist) Wasser zufügt, das nicht im Fels absickern kann. Aber selbst hier sind es nur äußerst geringe Mengen.

Wie auch immer: Bilder sagen mehr als Worte …

 

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