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Unterwegs bei sengender Hitze

Mittlerweile ist es der neunte Tag im Chiemgau mit 30 Grad und mehr – und das nach offizieller Messung. Da war klar, dass ich einen morgendlichen Arzttermin in Prien nicht per Auto, sondern per E-Bike wahrnehmen würde. Es blieb nicht die einzige E-Bike-Tour des Tages.

So etwas habe ich hier im Chiemgau in über 25 Jahren noch nicht erlebt – nicht einmal im Jahrhundertsommer 2003: Die Alpen „glühen“ – aber anders als beim „Alpenglühen“. Nun sind es schon neun Tage am Stück mit 30 Grad plus. Unsere Wohnung hat trotz meterdicken Mauern Innentemperaturen von z.T. 27 Grad – weil es erst sehr spät nachts abkühlt. Die Bäche sind Rinnsäle – wenn überhaupt noch vorhanden. Und am Wochenende soll es dann richtig heiß werden – bis zu 38 Grad (und nicht am Rhein, sondern hier im Chiemgau …).

Natürlich ist die Hitze irgendwie geil – vor allem am Morgen. Aber zugleich hat sich auch etwa „Irrtierendes“: Wenn man sieht, wie die Natur ächzt und stöhnt, wenn man weiß, dass im Chiemsee aufgrund von anhaltendem Niedrigwasser kaum noch Fische gefangen werden, weil es in tiefen Bereichen keinen Wasserstoff mehr gibt und an der Oberfläche für die Fische das Wasser zu heiß ist … An meine geliebten Amphibien darf ich gar nicht erst denken: Die werden vermutlich aufgrund des extrem ausgetrockneten Bodens in den Bergen massenhaft verenden – kurzum, die Natur kann brutal sein …

… und zugleich wunderschön, wie die Bilder von gleich drei E-Bike-Touren von heute zeigen. Morgens, mittags und abends.

Das Titelbild zeigt übrigens etwas Interessantes: Kaum jemand steht um 10.30 Uhr am Bahnhof Bernau auf dem heißen Bahnsteig. Fast alle wartenden Fahrgäste stehen in der kühl-schattigen Unterführung …

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