HomeTagebuchAuf dem Weg zur Gorialm wird langsam grau zu blau

Auf dem Weg zur Gorialm wird langsam grau zu blau

Im Tal war heute wieder dicker Nebel. Also hinauf auf die Gorialm, jedenfalls bis zu blauem Himmel und Sonne. Der Weg hinauf führte wieder einmal über die Aschauer Skipiste. 

Erlebnisse & Learnings

Heute Abend geht es wieder zurück nach Berlin. Dort wird es – wie wir seit Peter Fox wissen – morgens langsam schwarz zu blau. Hier im Chiemgau ist es aufgrund der Berge bei Nebel irgendwie ähnlich und doch anders: Selbst am Tag kann es passieren, dass es grau zu blau wird – vorausgesetzt, dass man mit dem (E-)Bike, der Seilbahn oder zu Fuß hoch genug über die Wolkengrenze gelangt.

So war es jedenfalls heute: Unten grau, oben blau. Dazwischen blau-grau. Besonders knifflig: Der Nebel auf der Skipiste Aschau, denn da hat man teilweise keine 15 Meter weit sehen können, zudem macht der Nebel den Boden rutschig. Eine Kombi, die es (insbesondere bei leicht abgefahrenen Hinterradreifen) in sich hat. Anders als beim letzten Mal mußte ich daher mehrfach absteigen und neu Anlauf nehmen, um bis zur Schlechtenberger Kapelle zu kommen. Tatsächlich ist das Zusammenspiel von starker Steigung, Bodenglätte und geringer Sicht nur dann halbwegs zu meistern, wenn man die Strecke kennt – und selbst dann knifflig, denn ich habe mich oberhalb der Trafostation doch tatsächlich aufgrund der schlechten Sicht kurz verfahren, eben weil man kaum etwas erkennt: Weder Bäume noch Berge, noch ein erkennbarer Weg helfen einem, auf Spur zu bleiben.

Über den Wolken

Umso toller, wenn man dann doch irgendwann über den Wolken ist und die pralle Sonne genießen kann. Sie erschien (wie häufig) auf Höhe des Liftstüberls also einige hundert Meter vor der Gorialm. Letztere war erwartungsgemäß gut besucht. Ich setzte mich in die Sonne, trank dabei ein Glas Wasser, um nach ca. 15 Minuten wieder den Weg ins Tal anzutreten. Nun wurde blau zu grau – dafür gabs lecker Mittagessen. Und später geht es dann wieder nach Berlin …

Trüb im Tal. Sonne auf der Alm. Dazwischen: Mehr oder weniger dichter grau-blauer Nebel. Insbesondere auf dem Teilstück der Skipiste Aschau eine echte Challenge, denn wenn man kaum etwas sieht, fährt es sich auf steilen, hügeligen, rutschigen Wiesenwegen gar nicht so leicht. Auf Höhe des Liftstüberls dann die erste Sonne. Auf der Gorialm eine kurze Einkehr. Danach wieder Heim.