HomeTagebuchVon unter -8 bis +3 Grad an der sonnigen Erlbergalm

Von unter -8 bis +3 Grad an der sonnigen Erlbergalm

In der Nacht von Samstag auf Sonntag war es wieder bitterkalt. Die Tour am späten Vormittag konnte gleichwohl kaum schöner sein. Auf einer nur mit groben Zielen begonnenen Fahrt entdeckte ich die wunderschöne Erlbergalm. Dort machte ich bei +3 Grad in sonnigem Microklima eine längere Rast. Dann begann ein Abenteuer: Es ging zu Fuß durch den Wald. Auf der Rückfahrt blockierte schließlich noch die Hinterradbremse. Alles in allem war die Tour aber ein echtes Highlight!

Winter-Berg-Tour; Datum: 14.2.2021; Distanz: 18 km; Fahrtzeit: 1,25 h; Akku (Start/Ende): 100/50%; E-Bike: KTML LFC 271; Motor: Performance CX/85 NM; Display: Bosch Nyon 

Schwierigkeit:

Erlebniswert:

Empfehlung*:

Höhenprofil:

Route:

Link: https://goo.gl/maps/dNuKKMwPi39FPgZZA
Die abgebildete Karte von google Maps gibt aus technischen Gründen nur die ungefähre Strecke bzw. Ausschnitte der Strecke wieder. 

Erlebnisse & Learnings

Die Erlbergalm kannte ich bislang nur vom entfernten Vorbeifahren. Diesmal entschloss ich mich, sie zu besuchen. Ein echtes Erlebnis sollte es werden: Plus drei Grad und strahlender Sonnenschein auf knapp 1.100m Höhe. Genial.

Ein Erlebnis war aber schon die Fahrt dorthin: Im Lochgraben gab es bei eisigen Temperaturen bizarre Eisskulpturen zu bewundern. Auch nach der Alm gab es allerhand Erlebnisse. Ich fand z.B. einen Pfotenabdruck, der von einem Wolf hätte stammen können. Tatsächlich war es aber eher ein großer Hund. Der Entschluss, mit dem E-Bike einer Fußspur zu folgen, entwickelte sich dann zum echten Abenteuer – aber ich wollte es so: Manchmal gibt es nur ein „Vorwärts“ und kein „Rückwärts“! Wenn also vor mir jemand zu Fuß die Strecke gegangen ist, dann mußte ich das mit meinem E-Bike auch schaffen. Klappte auch, aber es war … anstrengend. Erst mußte ich die 26 kg  über einen Stacheldrahtzaun wuchten. Dann ging es 250 m am steilen Berg hinab – natürlich schiebend, denn an Fahren war auf dem unwegigen und verschneiten Pfad nicht zu denken.

So oder so: Es klappte gut, und es war abenteuerlich. Sozusagen „einfach genial“! Weniger genial war allerdings, dass plötzlich die Hinterradbremse blockierte. Ein Stück Eis hatte sich offenbar so in der Bremse festgesetzt, dass man sie nicht mehr bedienen konnte. Trotz allerlei Ausrüstung bekam ich sie nicht mehr flott. Daher mußte ich erst ca. 1,5 km durch den Wald bis zum Parkplatz Aigen und konnte anschließend fast 200 weitere Höhenmeter hinab bis zum Bärnsee nur mit der Vorderradbremse bremsen. Das war gar nicht so ohne … wie von selbst begann die Bremse nach kurzer Zeit wieder zu funktionieren. Ein Wunder? Gott sei Dank!

*Achtung: E-Biken im Schnee wie bei dieser Tour ist generell nur geübten Fahrern zu empfehlen!

Viele Bilder von der wunderschönen Strecke mit Eisskulpturen, Almhütten und vielem mehr.