Die E-Bike-Tour am 1. Mai ist ein Klassiker. Auch dieses Jahr ging es wieder bei feinstem Frühlingswetter hinauf auf die Berge. Blauer Himmel. Grüne Blätter und Grandiose Aussicht. Einziger Wermutstropfen: Es ist bis oben auf die Kampenwand extrem trocken. Viel zu trocken – nicht nur für Kühe.
Was für ein Wetter – wie im Sommer! Perfekt für eine E-Bike-Tour am 1. Mai. Die Temperaturen um die 20 Grad. Azurblauer Himmel. Im hellen Grün erstrahlende Berghänge. Von wegen: „Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus“ … hier ist alles schon Ende April so grün gewesen wie kaum ein Jahr zuvor. Bereits Ende März waren z.B. in Umrathshausen die ersten Kastanienbäume schon so weit, wie sonst Wochen später.
Da mein KTM 271 LFC immer noch einen Defekt hat, nahm ich wieder mal das Cube meines Schwiegersohns, um in Richtung Kampenwand zu radeln. Ok, das ist jetzt nicht besonders einfallsreich, aber gerade zu dieser Jahreszeit besonders schön. Voller Übermut versuchte ich mich auch gleich wieder mal an dem Stück der Skipiste Aschau, dass ich noch nie so ganz ohne Absetzen geschafft hatte – der Bereich oberhalb der Schlechtenberger Kapelle. Hier ist es nicht nur über 50% steil – es ist vor allem der hügelige Untergrund, der bei Feuchtigkeit kein Fortkommen ermöglicht. Aber – so lernte ich heute – auch bei absoluter Trockenheit ist mit den Schwalbe Smart Sam hier kein Hochkommen möglich. Die kleinen Bodenwellen werden durch den eh eher geringen Grip sofort zerrieben. Fullstop …
Also fuhr ich weiter bis kurz vor die Steinlingalm. Dort stellte ich unmißverständlich fest, wie trocken es ist: Der kleine Teich, in dem dort die letzten Jahre unzählige Bergmolche ablaichten, war vollständig ausgetrocknet. Zu wenig Niederschlag. Vor allem zu wenig Schnee seit November. Daher sind auch die Wiesen so trocken, dass mir die Wirtin der Schlechtenbergalm erzählte, dass die Kühe erst dann auf die Alm getrieben werden, wenn es mal wieder ordentlich geregnet hat.
Apropos: Ich machte endlich mal wieder einen kurzen Stopp in der Schlechtenbergalm, um ein leckeres Haferl Kaffee zu trinken. Da war die Masse der Ausflügler auch schon abgeebbt. So hatte ich die tolle Aussicht ganz für mich allein.
Wie ich im Titel schon schrieb: Es war eine fantastische Tour, aber die intensive Trockenheit braucht dringend Regen – so wie 2022 als es am 1. Mai ordentlich geregenet hat:
1. Mai bei 8,5 Grad – aber wenigstens ein Maibaum