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Neuen Bosch BDU 450 CX Motor eingebaut

Heute kam per Post der (fast) neue Bosch BDU 450 CX. Ich hatte ihn gebraucht gekauft und direkt nach Erhalt eingebaut. Das E-Bike fährt jetzt (fast) wie am ersten Tag. Probleme gab es kaum.

Wie in einem der letzten Beiträge veröffentlicht: Der Bosch BDU 450 CX Motor meines KTM 271 LFC hat seinen Geist aufgegeben. Daher recherchierte ich im Internet, ob bzw. zu welchem Preis ein (fast) neuer Motor zu erwerben ist. Über Kleinanzeigen.de stieß ich auf eine Anzeige von Florian aus Hilpoldstein. Nach kurzem Austausch waren wir uns virtuell handelseinig. Florian gab noch direkt am Freitag den Motor inkl. Display, Kabeln und zwei Kurbeln inkl. Pedalen zur Post. Er erhielt von mir die bestmögliche Bewertung – auch hier nochmal „Danke“!

Bosch BDU 450 CX Motor Totalschaden …

Nachfolgend eine Übersicht, wie der Einbau erfolgte. Die dazugehörige Bildergalerie gibts am Ende.

1. Der neue gebrauchte Motor

Der Motor von Florian entstammte einem CUBE Reaction, also von einem Fully und nicht von einem SUV wie meinem KTM. Die Laufleistung betrug lediglich 250 km. Grund für den Verkauf war offenbar ein Unfall, bei dem das CUBE Schaden erlitt. Tatsächlich sah der Motor bei Lieferung aus wie neu. Gleiches galt für das Zubehör, also Display, Kabel und zwei Kurbeln inkl. Pedale.

2. Ein Funktionstest vorab

Zu allererst habe ich den Akku entnommen und die Kabel direkt mit dem Motor und dem (neuen) Display verbunden, um zu prüfen, ob der Motor bzw. der Stromkreislauf auch tatsächlich funktioniert. Das klappte sehr gut. Dann habe ich mein altes Intuvia-Display verbunden, um zu prüfen, ob es auch damit funktioniert. Ja, auch das klappte gut, aber nur mit den neuen, nicht mit den alten Kabeln – warum ist mir ein Rätsel. Daher  wurden zuerst die alten Kabel aus dem E-Bike entfernt. Mit den neuen Kabeln machte ich dann noch einen Test mit dem alten Motor. Aber der rührte sich nicht … Offenbar sind der Motor und die alten Kabel defekt?!

3. Einbau mit häuslichen Boardmitteln

Ich habe ja keine Fahrradwerkstatt, lediglich die typischerweise in einem Heimwerker- bzw. Bastlerhaushalt befindlichen Werkzeuge. Mit denen konnte ich den alten Motor aus- und den neuen ohne Probleme einbauen. Ausbau dauerte ca. 1 Std., da auch Kabel entfernt werden mussten und auch noch einige Tests bzgl. Motorschaden erfolgt sind. Der Einbau insgesamt inkl. neuer Züge für die Schaltung 2 Std. Kurzum: Mit ein wenig handwerklichem Geschick geht das auch. Selbst das „Durchfriemeln“ der neuen Kabel durch den Rahmen klappte einwandfrei. Da war ich zunächst skeptisch.

4. Laufende Tests beim Einbauen

So baute ich nach und nach alle Teile wieder zusammen. Dabei legte ich Wert darauf, zwischen den vielen Schritten immer wieder Funktionstest durchzuführen. Es war also ein One-Step-Einbau, sondern ein Multiple-Step-Verfahren, denn bei jedem Schritt könnten z.B. Kabel verdreht sein bzw. irgendwas die bereits getestete Funktionstüchtigkeit wieder einschränken. Mit dem Motor wurde ich nach etwa 1.5 Stunden soweit fertig, dass ich eine erste Probefahrt unternehmen konnte (allerdings ohne Abdeckungen und ohne neuen Zug für die Schaltung). Danach kam noch viel Kleinarbeit, die aber zu meinem großen Ersttaunen auch problemlos von der Hand ging.

5. Nur kleine Probleme

Probleme gab es lediglich mit der Abdeckung für den Außenstecker des Akkus: Wie auch immer dieses Teil gedacht ist, man kann das alte Kabel und den Stecker eigentlich nicht von der Abdeckung trennen, ohne es kaputt zu machen. Umgekehrt kann man die Abdeckung auch nicht einfach so aufsetzen. Man müßte alle Kabel lösen und wieder neu einbinden. Ich behalf mich mit einem Draht, den ich um die Plastikhalterung zurrte. Das ist zwar jetzt nicht 100%, aber es funktioniert im Moment zuverlässig.

6. Finale und Fazit

Schließlich wurde der neue Zug von der Schaltung auch fixiert und eine erste Probefahrt konnte durchgeführt werden. Ich war begeistert, denn ich hatte schon fast vergessen, wie smooth ein E-Bike-Motor fährt, wenn er noch relativ neu ist. Meinen hatte ich ja wirklich arg strapaziert, weshalb er am Ende doch recht laut wurde.

Insgesamt lautet mein Fazit: Es war genau die richtige Entscheidung, KEIN neues E-Bike zu kaufen, sondern das Alte zu reparieren. Das ist nicht nur günstiger. Es geht auch ums Prinzip: Ein derart hochwertiges SUV nach 5 1/2 Jahren aufzugeben oder auszuschlachten „nur“ weil der Motor kaputt ist – das wäre eine Schande. Auch wenn ich mir zunächst unsicher war, ob die Reparatur klappen würde. Nun herrscht positive Gewissheit – und ich kann hier auf diesem Blog nach 1,5 Monaten endlich wieder über Abendteuer mit meinem KTM 271 LFC schreiben.

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