HomeGesundheitMit drei Bauchbandagen den Haindorfer Berg und zur Gorialm hinauf

Mit drei Bauchbandagen den Haindorfer Berg und zur Gorialm hinauf

Nach einer Hernien-Operation sollte man mit möglichst wenig Kraftaufwand radeln – und man sollte es mit ausreichendem Bauchschutz tun. Letzteres kann man mit mehreren Lagen von Bauchgurten übereinander besonders gut bewerkstelligen.

Dreifach hält besser!

Endlich fuhr ich wieder einmal die Berge hinauf: Gestern bis zur Gori-Alm. Heute hinauf auf den Haindorfer Berg. Das klingt auf den ersten Blick nicht besonders, ist aber knapp fünf Wochen nach einer Hernien- bzw. Gitterbruch-OP und einer 20 x 30 cm großen Wundfläche sowie einer über 20 cm langen Narbe keine Selbstverständlichkeit. Heute soll es darum gehen, wie man den Bauch bestmöglich schützt, wenn man derartige Bergtouren mit dem E-Bike macht. Dazu muss man wissen, dass E-Biken durchaus die Bauchmuskeln fordert, wenn man intensiv Berge hinauf fährt.

Gleich vorab: Der Arzt hat mir das Radeln mit dem E-Bike explizit erlaubt, solange ich möglichst wenig Kraft entfalte. Das ist mit dem E-Bike hervorragend möglich, denn sowohl gestern als auch heute habe ich mehrere hundert Höhenmeter mit geringstem Kraftaufwand bewältigt – die meiste Kraft (ca. 3/4) kam vom Motor, und das war und ist gut so. Eine Sache war allerdings besonders wichtig: Es gilt, den Bauch bestmöglich zu bandagieren, um z.B. bei plötzlichen Bewegungen keine Probleme zu bekommen. Gleiches gilt für die Überbeanspruchung der Bauchmuskulatur oder – gerade beim Bergauffahren – das Wölben des Bauches bei tiefer Atmung.

Wie also schützt man den Bauch optimal vor diesen Risiken? Die Lösung: Man lege gleich drei Bauchbandagen übereinander!

  • Die unterste Lage bildet bei mir eine Narbenbruch-Bandage wie diese. Sie ist recht weit und hoch und dadurch angenehm zu tragen.
  • Richtigen starken Druck entwickelt aber erst eine darüber liegende, etwas kleinere Bandage.
  • Abgeschlossen wird die dreilagige Lösung durch den Bauchgurt eines Rückprotektors.

Jeder der Gurte hat eine unterschiedliche Höhe: „Je näher am Bauch desto höher die Bandage“ lautet bei mir die Devise. Alle drei Bandagen haben Klettverschlüsse, die eine individuelle Intensität der Befestigung erlauben. Alle drei Bandagen übereinandern geben einem das positive Gefühl, dass man mit einer Art stabilem Korsett auf dem E-Bike sitzt. Nicht anders soll es sein.

Schon vor der Operation hatte ich die letzten beiden Bandagen übereinander gelegt, weil dadurch die Bauchmuskulatur erheblich entlastet wurde (dazu auch der nachfolgend eingebunde Artikel). Die dreilagige Variante ist aber noch deutlich entlastender und sei daher jedem in ähnlicher Situation empfohlen!

E-Biken mit Narbenbruch (Hernie)

Zwei abendliche Bergtouren nacheinander mit minimalem Kraftaufwand und dreifachem Bauchschutz: Erst auf die Gori-Alm am 13. Mai, dann die Tour auf den Haindorfer Berg kurz vor dem Sonnenuntergang. Ohne einen zwei- bis dreifachen Schutz sind solche Fahrten nach einer Hernien-Operation kaum zu empfehlen.