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Der Wolf in Aschau – eine Spurensuche

Seit Monaten gibt es im Chiemgau nur ein Thema: Den Wolf. Meister Isegrim war auch mehrfach in Aschau. Trotz regelmäßiger Spurensuche mit dem E-Bike habe ich ihn allerdings noch nicht selbst gesehen.

Erlebnisse & Learnings

Seit Monaten gibt es im Chiemgau nur ein Thema: Den Wolf! Er geht durch alle regionalen und überregionalen Zeitungen – ganz so als handelte es sich um einen Yeti. Die Medien sind voll von Berichten:

… die Kernfrage lautet: Darf man ihn dulden oder nicht? An dieser Diskussion möchte ich mich hier nicht beteiligen, denn es gibt auf beiden Seiten mehr oder weniger gute Argumente. Für mich als E-Biker läuft vielmehr schon seit über einem Jahr die Suche nach Spuren von ihm. Bereits im Februar 2021 prüfte ich bei fast jeder Fahrt, die tagsüber in die Berge oder nachts durch Täler ging, ob man nicht doch ein paar Pfotenabdrücke oder ähnliches würde finden können. Das ist im Winter durchaus nicht ausgeschlossen, da man die Spuren anderer Wildtiere im Winter mit etwas Übung sehr gut einordnen kann (Hasen, Rehe, Hirsche).

Eigentlich hatte ich das Thema schon ad acta gelegt, hätte mich nicht vor etwas mehr als einer Woche die verlässliche Info erreicht, dass der Wolf am 23./24. Januar morgens gleich von mehreren Personen beim Schloß Hohenaschau gesichtet worden ist. Und das wäre nur wenige hundert Meter von der Haustür entfernt.

Seit dem suche ich wieder verstärkt bei jeder E-Bike-Tour nach irgendwelchen Indizien. So auch heute Abend wieder: Es ging in Richtung Sachrang, bis der Schnee ein Weiterfahren unmöglich machte. Natürlich blieb die Suche auch diesmal wieder ohne Erfolg. Aber: Irgendwie ist es wie bei Lotto – nur wer mitmacht, kann gewinnen. Also suche ich weiter. Zumindest solange, bis nicht sicher feststeht, dass der Wolf erlegt wurde (was ich ihm ehrlich gesagt auch nicht wünsche).

Der Nebeneffekt: Jede noch so banale E-Bike-Tour wird dadurch zu einem kleinen Abenteuer ;-).