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Kurztripp zum Steinpilze-Sammeln

Wenn man abends ein Steinpilz-Menu machen möchte, man aber noch keine Pilze hat, kann man „mal eben“ mit dem E-Bike auf die Berge fahren. Einfach so. Ohne große Vorbereitung und Anstrengung. Mit dem Fahrradkorb hat man auch das richtige Instrument dabei, um mehr oder weniger viele Pilze zu transportieren.

Spätsommer-Tour; Datum: 24. September; Distanz: 27 km; Fahrtzeit: 1,1 Std; Akku (Start/Ende): 5/3 Balken; E-Bike: KTML LFC 271; Motor: Performance CX/75 NM; Display: Bosch Intuvia 

Schwierigkeit:

Erlebniswert:

Empfehlung*:

Höhenprofil:

Route (interaktiv):

Link: https://goo.gl/maps/z9rcu941W5RMNMsH9
Die abgebildete Karte von google Maps gibt aus technischen Gründen nur die ungefähre Strecke bzw. Ausschnitte der Strecke wieder. 

Erlebnisse & Learnings

Wenn man das Sinnvolle mit dem Schönen verbinden kann, ist das immer etwas Besonderes. Beim Pilzesammeln ist dies durchaus der Fall: Man fährt kurz in die Natur, sucht, findet und fährt weiter – vorausgesetzt, das kein anderer kurz vorher alle Pilze abgeräumt hat. Besonders ärgerlich bei den leckeren Steinpilzen. Mal sind sie an gleicher Stelle extrem häufig, mal erstaunlich rar.

Entsprechende Kurztripps habe ich öfter unternommen. Dabei habe ich nicht nur Pilze gefunden, sondern z.B. auch Gelbbauchunken. Zudem habe ich experimentiert. Besonders das Fahren über buckelige und abschüssige Bergwiesen war ein Test, den das E-Bike sehr gut bestanden hat.

Für Pilzsammler wie mich ist dieses E-Bike prädestiniert. Vor allem, wenn man einen Fahrradkorb dabei hat: Es kombiniert Komfort am Berg mit der Nützlichkeit des Alltags-Bikes.

Allerdings offenbarte sich bei dieser Fahrt eine Schwäche, die sich bereits einige Fahrten zuvor abzeichnete: Der Fahrradständer ist kaum in der Lage, das Rad dauerhaft stabil am Platz zu halten.  Selbst auf absolut gerader Fläche muss man darauf achten, dass die Position des Vorderrads so eingestellt ist, dass es nicht aufgrund des Gewichts nach innen weg knickt. Dies passierte auch bei dieser Tour: Mit einem lauten Knall fiel das Rad nach einer Minute Standzeit von selbst um. Kratzer waren die unvermeidbare Folge.

Und wo genau sind die besten Stellen, um Steinpilze zu finden? Mein Tipp: Zwischen Sachrang und Spitzstein stehen sie oft in größeren Mengen unmittelbar am Wegrand!

Die Ernte bei dieser Tour war übersichtlich … aber der Fahrradkorb von Racktime bietet viel Platz für große Mengen. Und wer genau hinschaut, findet in den Bergen immer wieder Geldbauchunken in kleinen Pfützen.

Steinpilze-Suchen ist für mich eine Philosophie oder eine Art „Meditation“: Es kommt darauf an, Wetter und Landschaft „zu lesen“. Es kommt daher auch nicht auf die Menge an, sondern vielmehr darauf, ob man die Pilze, die tatsächlich da sind, findet. Wenn bloß wenige Pilze da sind und man diese auch findet, ist es schon ein Erfolg.