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Skipiste Aschau (rote Piste)

Wie schafft man es, den Akku auf einer Strecke von nur fünf Kilometer von fünf auf drei Balken zu reduzieren? Indem man mit dem KTM LFC 271 eine Skipiste mit bis zu 40% Steigung hinauf fährt. Dabei sollte man aber möglichst nicht abzusteigen – sonst muss man umkehren oder steil bergauf schieben.

Sommer-Berg-Tour; Datum: September 2020; Distanz: 8 km; Fahrtzeit: 1,25 Std; Akku (Start/Ende): 5 Balken/ 3 Balken; E-Bike: KTML LFC 271; Motor: Performance CX/75 NM; Display: Bosch Intuvia

Schwierigkeit:

Erlebniswert:

Empfehlung*:

Höhenprofil:

Route (interaktiv):

Link: https://goo.gl/maps/ih3oQhj2KpQ2Y6bY9
Die abgebildete Karte von google Maps gibt aus technischen Gründen nur die ungefähre Strecke bzw. Ausschnitte der Strecke wieder. 

Erlebnisse & Learnings

Die Skipiste Aschau kannte ich schon länger, vor allem als Wanderer. Selbst dann, wenn man sie  zu Fuß läuft, ist die ca. zweieinhalb Kilometer lange Strecke bergauf recht schweißtreibend.

Der Mittelteil der Strecke ist neuerdings gepflastert, was für mich die Idee plausibel sein ließ, dass ich es mit dem E-Bike schaffen könnte.

Soviel nehme ich vorweg: Ja, ich bin die ganze Strecke am 19. September hinaufgeradelt. Dabei habe ich nur wenige Meter schieben müssen. Das Vorhaben erfordert allerdings einen starken Willen, gute Balance und Einfallsreichtum.

Schon relativ früh zeigt die Strecke ihre Tücken, zumal die Schotterwege am Anfang nach einem recht starken Regen an verschiedenen Stellen stark zerfurcht waren. Solche Furchen können in Kombination mit stärkerer Steigung echte Fallen werden, die einen umkippen lassen. Gerade in solchen Momenten war der tiefe Einstieg des E-Bikes eine echte Hilfe, denn man kann sehr gut im Fall der Fälle ein Bein zum anderen Stellen und so ein Umfallen vermeiden. Wichtig ist auch, dass man früh die stärkste Einstellung wählt, weil das Schalten am Berg kaum sinnvoll ist. Vorsicht ist zudem geboten, weil das Vorderrad wegen der starken Steigung abheben will und man deshalb sein gesamtes Gewicht nach vorne verlagern muss. So aber fährt man den ersten Teil „butterweich“ bis zum Ende des befestigten Weges.

Danach geht es zum richtig steilen Teil über – auf Gras. Doch selbst hier kommt man bei knapp 40% Steigung und nassem Untergrund irgendwie vorwärts. Wichtig ist, im Fall eines Stopps seitlich anzufahren, um dann in Richtung des Bergs zurück zu schwenken. Dieser Härtetest ist nur geübteren Fahrern mit hoher Abenteuerlust und Frustrationstoleranz zu empfehlen. Am besten die Videos einfach anklicken und selbst beurteilen.

Das Fahren auf einer Skipiste ist ein echtes Abenteuer – vor allem weiter oben. Mit dem nötigen Dickkopf schafft man es aber bis ganz oben!

Bilder von der Auffahrt, dem „Gipfel“ und der Abfahrt zur Steinlingalm am Nachmittag von Silvester.