HomeTagebuchUnd nochmal: Skipiste Aschau – diesmal im Februar

Und nochmal: Skipiste Aschau – diesmal im Februar

Seit Tagen frage ich mich: Kann mal wohl wieder auf der Skipiste bis zur Schlechtenberger Kapelle fahren? Heute war der Tag, um das herauszufinden. Das Ergebnis: Ja, ich bin bis nach oben „gefahren“ – jedenfalls 5/6 der Strecke. 1/6 mußte ich schieben, denn zwischendrin lauerten Eisfelder.

Berg-Tour; Datum: 26. Februar 2021; Distanz: 7,8 km; Fahrtzeit: 34 min; Akku (Start/Ende): 100/72%; E-Bike: KTML LFC 271; Motor: Performance CX/85 NM; Display: Bosch Nyon

Schwierigkeit:

Erlebniswert:

Empfehlung*:

Höhenprofil:

Route (interaktiv):

Link: https://goo.gl/maps/mMSZ2uYnrAJt3UV3A
Die abgebildete Karte von google Maps gibt aus technischen Gründen nur die ungefähre Strecke bzw. Ausschnitte der Strecke wieder. 

Schön auf eBike-Connect zu erkennen: Den letzten Abschnitt der Strecke unterhalb der Schlechtenberg Kapelle fuhr ich im Zick-Zack-Kurs

Erlebnisse & Learnings

Es war das dritte Mal, dass ich die Skipiste Aschau hinauf gefahren bin. Allerdings das erste Mal im Winter. Ich kannte den unteren und den oberen Teil von den letzten Fahrten zur Schlechtenberger Kapelle – ich wähnte die Strecke weitgehend schneefrei. Mir war aber von Beginn an bewußt, dass der Boden weiter oben – selbst dann, wenn er schneefrei wäre – feucht und rutschig sein würde.

Mir war also bewußt, dass es kein Kinderspiel werden würde. Und schon kurz nach dem Start weiter oben am Berg (kurz nachdem die Gittersteine beginnen), erfolgte der erste Stop: Mein Sattel war zu hoch eingestellt, daher hob das Vorderrad immer wieder ab. Ich kehrte um, legte den Sattel tiefer und fuhr erneut los. Diesmal ohne Anhalten bis zur Triebstation des Schlepplifts. Dort hören auch die Gittersteine auf und das Abenteuer fängt an.

Wie man auf den Bildern gut erkennen kann: Im Mittelteil der Strecke lag noch recht viel vereister Altschnee. Die Tücke liegt aber weniger in den großen, deutlich sichtbaren Eisfeldern, sondern in den Mini-Eisflächen, die sich sich (oft nur 25 cm groß) im Gras verstecken. Ein solcher Mini Eisfleck reicht bei durchschnittlich 27% Steigung aus, um das gesamte E-Bike flach zu legen. Auch beim Absteigen sind diese Flächen nicht ohne. Aber: Ich kam trotz eines ca. 300m langen Problemabschnitts, an dem ich die immer wieder aufs Neue schieben mußte, mehr oder weniger gut durch. Mir war auch von Beginn an klar: Umkehren gilt nicht! Nur im äußersten Notfall. Und das aus zwei Gründen: Erstens: Ich will da rauf, komme was da wolle! Zweitens: Bergab geht diese Strecke tierisch auf die Bremsen, die ich nicht ohne Grund so stark beanspruchen wollte.

Oben angekommen war ich super happy: Den allergrößten Teil der Strecke bin ich gefahren – am Schluß vor allem im Zick-Zack-Muster entlang des Waldrands, da nur der nördliche Teil der Strecke von der Sonne getrocknet und somit halbwegs gut befahrbar war. Nicht schlecht gestaunt habe ich als ich auf dem „offiziellen“ Waldweg immer noch viel Schnee und Eis vorfand – obwohl es gut 14 Tage lang recht warm gewesen ist. Sogar auf der Rückfahrt auf 900m Höhe weiter unten waren noch längere großflächige Eisflächen. So gesehen war die Skipiste Aschau fast schon im Topzustand, um mit dem E-Bike hinauf zu fahren.

Abschließend noch etwas Statistik mit dem Steigungsrechner:

  • Die eigentliche Steigung ist gut 1900m lang
  • Die Höhendifferenz ist 520m
  • macht im Durchschnitt 27% Steigung über die gesamte Strecke
  • davon gibt es einige wirklich steile Abschnitte mir mehr als 35% Steigung

An den ganz steilen Abschnitten „sitzt“ man dann auf einem SUV wie dem KTM 271 LFC mit hohem Schwerpunkt „etwas anders“ als normal: Um das Abheben des Vorderrads zu verhindern muß man den Sattel ganz nach unten stellen und darf zusätzlich nur auf der „Sattelspitze“ sitzen – was den Schwerpunkt nach vorn verlegt. Hinzu kommt, dass man den gesamten Oberkörper so weit wie möglich nach vorne über den Lenker legen muss. Tut man das nicht (zumindest bei meiner Statur) ist die Fahrt schnell zu Ende!

* Achtung: Diese Strecke ist ganzjährig nur geübten E-Bikern zu empfehlen!

Das Video zeigt die Fahrt bis kurz oberhalb der Liftantriebstation. Zwischendurch dachte einen Moment, dass es nicht wirklich weiter geht. Aber es ging weiter! Das sieht man auf den Fotos.

Einige Bilder zeigen die interessanten Details: Z.B. die Fahrspur des einen Bilds läßt ahnen, wie das E-Bike am Berg bei über 30% Steigung einfach seitlich wegrutscht.