HomeE-BIKEEine Reifenpanne ist downhill durchaus gefährlich

Eine Reifenpanne ist downhill durchaus gefährlich

Wenn man bergab am steilen Berg eine Reifenpanne hat, kann das durchaus unangenehm werden. Ist man gut zuhause angekommen, kommt die nächste Herausforderung: Die Reparatur.

Ein Plattfuß mit beinahe heiklen Folgen

Eine Reifenpanne mit dem Fahrrad hat sicherlich jeder schon einmal erlebt. Auch ich habe in gut 50 Jahren unzählige Reifenpannen mit Rädern aller Art gehabt: Mit kleinen Klapprädern Anfang der 70er, mit dem ersten Peugeot-Rennrad gleich mehrfach Ende der 70er, später mit Tourenrädern, Rennmaschinen und auch mit MTBs. Die heutige Panne mit dem E-Bike, einem KTM 271 LFC, hatte allerdings einige Besonderheiten:

  • Der Platte erfolgte mitten in der Abfahrt einer äußerst steilen unwegsamen Strecke bei Wald/Bach mit über 40% Gefälle.
  • Ohne E-Bike wäre ich diese Strecke niemals hoch gekommen – so gesehen ist das E-Bike eine „conditio sine qua non“ für das gefährliche Schlingern bei der Abfahrtspanne.
  • Zusätzlich ermöglicht das E-Bike mit den recht groben Schwalbe Smart Sam Reifen im Fall eines Platten sehr viel Spiel, was bei langsam nachlassender Luft zu hoher Instabilität führt.

Ein Plattfuss mit einem E-Bike bergab kann in solcher Situation daher recht unangenehm werden. Am besten nochmal vor dem Weiterlesen kurz anschauen, um was für einen Weg es sich handelt: Ein richtig steiles und unangenehmes Stück Abfahrt, siehe das folgende Video bzw. auch die diesbezüglichen Artikel!

Sofortiger Kontrollverlust am Hang

Bei über 40% Gefälle und instabilen Vorderrad kann man auch als Routinier durchaus in Verlegenheit kommen. Man weiß ja nicht genau, warum das Rad plötzlich instabil wird und nicht so reagiert wie gewohnt. Irgendwie merkt man nur ein unangenehmes Entgleiten der Kontrolle. Kommt man den Berg unbeschadet nach unten, muss einem immer noch nicht klar werden, was los ist. Ich braucht wohl noch ein paar Momente, bis ich wirklich realisierte, dass der Vorderreifen langsam, aber spürbar die Luft verliert.

Mein Learning: Ein E-Bike kann einen tatsächlich in die Bredouille bringen, denn ohne Motor wäre all das nicht möglich gewesen. Ich werde mir das gut merken! Gleiches gilt für den längeren Fußmarsch von Wald/Bach bis nach hause. Normalerweise habe ich meine Racktime Odin Trunk Bag mit allem drum und dran dabei – heute ausnahmsweise nicht. Also: Schieben …

Und zuhause: Die Reparatur

Ist man endlich angekommen, gilt es, den Reifen fachmännisch zu reparieren. Das wiederum klappt bei den Schwalbe Smart Sam Reifen viel einfacher als vermutet: Sie lassen sich butterweich von der Felge trennen. Die nachfolgenden Bilder zeigen, wie die Reparatur vonstatten ging. Nach etwa 10 Minuten war der Reifen wieder geflickt. Besonders wichtig dabei: Der Schwalbe Smart Sam Reifen muss von Innen nach der Reparatur nochmals überprüft werden – was genau hat die Panne verursacht? Ist die Ursache noch im Reifen? Dafür sollt man die Reifen umstülpen, um mögliche Gegenstände zu finden, die sich nach wie vor im Reifen befinden. So auch hier: Grund war ein spitzes, weißes Plastikteil. Es steckte noch im Reifen drin. Ich konnte es entfernen! So konnte ich am gleichen Abend noch meine erste herbstliche Nachtfahrt des Jahres über die Stammstrecke absolvieren.

Alle Schritte nacheinander: Vom Plattfuß über die Suche nach dem Loch im Wasserbad, dann zur Reparatur des Schlauchs mit Fahrradflickzeug bis hin zur Suche nach der Ursache und der Entfernung dersolchen. Diesbezüglich lief alles glatt! Noch am Abend machte ich wieder eine Nachttour.