HomeTagebuchDreimal 46 Prozent Steigung nacheinander mit dem E-Bike

Dreimal 46 Prozent Steigung nacheinander mit dem E-Bike

Erst dreimal nacheinander die Stammstrecke, dann dreimal bei Bach/Wald nacheinander die 46 Prozent Steigung. Das Besondere: Mit maximal ausgefahrener Sattelstange.

Sehr starke Steigung; Datum: 27. Juni 2021; Distanz: 90m; Fahrtzeit: – ; Akku (Start/Ende): – ; E-Bike: KTML LFC 271; Motor: Performance CX/85 NM; Display: Bosch Nyon

Schwierigkeit*:

Route (interaktiv):

  • Link: google. Die abgebildete Karte ist ein GPX-Import der gesamten Fahrt.
  • Der im nachfolgenden Text beschriebene steile Teilabschnitt ist auf der linken Seite markiert.
  • „Steile Steigung bei Wald“  anklicken! 

Erlebnisse & Learnings

Drei Tage ohne E-Bike: Nach einer Tour nach Berlin wollte ich es langsam angehen. Keine große Bergtour. Nur was kleines. Auch deshalb, weil ich das neue Schaltauge und die neu justierte Schaltung vorsichtig testen und nicht gleich überstrapazieren wollte. Daher fuhr ich zur Stammstrecke, die ich dreimal nacheinander durchfuhr. Weder besonders schnell noch besonders ambitioniert. Wie so oft scheiterte ich bei der zweiten Strecke, also der Rückfahrt, an der immer gleichen Stelle in einer S-Kurve. Kurz absteigen, schieben, wieder aufsteigen.

Das Besondere heute: Ich hatte den Sattel maximal hoch gefahren. Warum weiß ich nicht. Was mir schon bei der Stammstrecke auffiel: Das klappe heute auch am Berg recht gut. Besser als sonst. Daher dachte ich kurz entschlossen: Das müßte ich jetzt auch mal in Wald/Bach probieren. Die dortige Strecke hat knapp 46% Steigung.

Das Video vom Frühling zeigt: Die Strecke ist durchaus knifflig. Diesmal hatte ich kein Video dabei – dafür meine Aufzeichnungen von eBike-Connect (s.u.).

Das Erstaunliche für mich:

  • Normalerweise schaffe ich die Strecke nur mit minimaler Sattelhöhe, und selbst dann klappte es in der Vergangenheit nicht immer.
  • Diesmal lief die Fahrt dreimal nacheinander besonders „glatt“ – bei maximal hoher Sattelstange.

Der Vorteil der hohen Sattelstange ist, dass man die Beine voll ausstrecken und so sehr gut Kraft entwickeln kann. Der ansonsten immer wieder aufgetretene Nachteil viel heute kaum ins Gewicht: Bei derart hoher Sattelstange hebt nämlich speziell auf dieser Strecke regelmäßig das Vorderrad ab. Dann ist Schluss.

Man sieht zweimal drei Hügel nebeneinander: Die ersten drei Hügel sind die Stammstrecke. Die zweiten sind drei die Steigung bei Bach. So glatt wie diesmal bin ich die Strecke bei Bach noch nie gefahren – und das ausgerechnet mit maximal ausgefahrener Sattelstange. Das wiederum widerspricht all meinen bisherigen Erfahrungen bei Steigungen: Die habe ich nämlich in der Regel mit minimaler Sattelhöhe am besten geschafft.

Des Rätsels Lösung kann ich nur vermuten:

  • Nach der Operation im April nähert sich meine Bauchmuskulatur wieder der alten Form.
  • Das ermöglicht mir, die Körperhaltung auch bei derart hoher Sattelstange stärker nach vorne zu verlagern.
  • Zudem kenne ich die Strecke mittlerweile recht gut, was dazu führt, dass ich immer besser entlang der „Ideallinie“ fahre.

Das Fazit: Auch wenn man glaubt, dass man Erfolgsregeln für das Bewältigung von Steigungen mit dem E-Bike verstanden hat, lernt man noch dazu.

* Achtung: Die Steigung bei Bach/Wald ist nur geübten E-Bikern zu empfehlen!