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Wozu ein „SUV“-E-Bike?

Auch als überzeugter Nutzer eines KTM 271 LFC (2020) wird man immer wieder mit Fragen und Vorurteilen zu „SUV“-Bikes konfrontiert: Das wären doch „Frauen-Räder“ oder „häßliche“ Modelle u.V.m. In der Tat spaltet dieser E-Bike-Typus die Bevölkerung. Was ist an diesen Tiefeneinsteigern besonders? Eine Kurzübersicht.

Bitte beachten: Dieser Beitrag verwendet (auch) externe Videoinhalte

Ohne große Umschweifel: Tiefeneinsteiger-E-Bikes sind in jedem Fall etwas „Besonderes“ – für manchen etwas besonders „Schönes“, für andere eher etwas besonders „Unschönes“. Wenn man überzeugter Nutzer eines Tiefeneinsteigers bzw. „SUV“ ist, dann stellt sich die Frage des „warum“ gar nicht mehr. Aus diesem Grund sollen nun erst einmal andere zu Wort kommen, um die Besonderheiten eines solchen E-Bikes zu beschreiben.

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Meine Meinung

Mein KTM 271 LFC (2020) ist für mich und meine Nutzergewohnheiten geradezu ideal – was nicht heißt, dass ich mir nicht evtl. doch noch ein „echtes“ eMTB zulegen werde, aber dazu mehr an anderer Stelle. Für mich zählen folgende Aspekte:

  • In über 70% meiner Fahrten mit dem E-Bike bin ich froh, gerade kein eMTB zu haben: Ich sitze ganz anders auf eine SUV, nämlich viel aufrechter und bequemer. Ich habe zudem Schutzbleche (gegen Feuchtigkeit und Dreck), ich habe einen Gepäckträger für einen Fahrradkorb oder ein Trekking-Bag (ich will nämlich auf längeren Touren keine Rucksäcke tragen) und ich habe zudem Licht und vieles mehr, was als Standard-Ausstattung mit dabei ist.
  • Gleichzeitig habe ich ein E-Bike, mit dem ich die Berge rauf und runter sausen kann, ohne groß zu überlegen, ob das geht oder nicht. Ich habe also denkbar viele Möglichkeiten, dieses E-Bike zu nutzen. Der Tiefeneinsteiger ist dabei gerade am Berg durchaus von Vorteil, wenn es über richtig krasses Gelände geht oder ich mal eben ganz spontan vom Rad steigen muss, z.B. weil es wegen glatter Strecke nicht mehr weiter geht.
  • Da ich ohne jegliche E-Bike- und eMTB-Erfahrung vor gut einem halben Jahr gestartet bin, wäre jedes andere Rad für mich ein Minus gewesen: Ein Trekking- oder gar ein City-E-Bike hätte mich nicht so schnell Fortschritte machen lassen, ein eMTB hätte mich definitiv zu schnell zu viel wagen lassen. Gerade die ersten Touren  fallen mit einem Tiefeneinsteiger leicht. Die Skalierung „nach oben“ zu mehr Abenteuer reicht sehr weit.

Tiefeneinsteiger-SUV sind optisch sicherlich Geschmackssache, aber funktional sind sie eine objektiv hervorragende E-Bike-Variante für Menschen wie mich, die in den Bergen leben, aber auch in Flachen ihr E-Bike auf längeren Touren komfortabel nutzen wollen. Dabei bietet die hohe Stabilität und gute Ausstattung z.B. im Hinblick auf Bremsen und Motor meiner Meinung nach ein deutliches Sicherheits-Plus gegenüber Trekking-Rädern.

Nachfolgend noch ein paar Infos für verschiedene Nutzergruppen:

  • „SUVs“ wie das KTM 271 LFC sind für „gewichtigere“ Nutzer*innen ideal, da sie Robustheit, hohes Gesamtgewicht und leichten Einstieg verbinden.
  • Motoren und Bremsen sind diesbezüglich ebenfalls gut dimensioniert, auch wenn man nicht die Berge hinauf fahren will (aber selbst dann).
  • Männer mit generell eingeschränkter Beweglichkeit werden mit einen Tiefeneinsteiger vermutlich glücklicher als mit anderen E-Bike-Typen (bei E-Bikes für Frauen ist der Einstieg ja schon oft tiefer).

Aufgrund der starken Motorleistung sei aber diesen Nutzer*innen stets empfohlen, gerade am Anfang vorsichtig zu sein: Diese Power hat auch ihre Tücken, solange ihre Dosierung noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist.

Weiterführende Links zu E-SUV:

fahrrad-XXL

eBike-mtb