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Skipiste Aschau – wieder mal nach einer OP

Bereits am 4. Juni schrieb ich: „Nach OP wieder die Skipiste Aschau hinauf“ – da wußte ich noch nicht, dass drei Monate später erneut (nach einer weiteren OP) die Skipiste Aschau hinauf waren würde. Es klappte gut.

Sehr starke Steigung; Datum: 1. September 2021; Distanz: 12,4 km; Fahrtzeit: 51 min; Akku (Start/Ende): 90%;56% E-Bike: KTML LFC 271; Motor: Performance CX/85 NM; Display: Bosch Nyon

Schwierigkeit*:

Erlebnisse & Learnings

Wie sich Text und Bilder doch gleichen: Anfang Juni war ich stolz wie Bolle, dass ich anderthalb Monate nach meiner Hernien-OP wieder recht flott die Skipiste Aschau hochfahren konnte. Der Schlüsselbein-Bruch am 1. Juli mit anschließender OP ist nun knapp zwei Monate her. Nun fuhr ich erneut bei wunderschönem Abendrot die Skipiste hinauf. Wieder stolz wie Bolle. Es klappte erneut – trotz nass-glattem Boden – sehr gut.

Aus medizinischer Sicht besonders spannend ist der Vergleich: Bauch-OP mit 25 cm-Narbe vs. Schlüsselbein-OP mit viel Metall in der Schulter … Was wirkt sich mehr auf das Fahren aus? Klare Antwort: Der Schlüsselbein-Bruch behindert deutlich mehr als die Bauch-OP, denn so richtig optimal bewegen kann man den Arm mit eingebauten Schrauben und Draht nicht. Auch zwei Monate nach der OP. Das macht sich gerade auf so einer Strecke bemerkbar, die man mit dem KTM 271 LFC nur ganz stark nach vorne gebeugt bewältigen kann. Das Lenken muss stets wohl dosiert sein – das fällt nicht so leicht.

Aber: Es hat (mit zwei/drei kleinen „Absteigern“) sehr gut geklappt! Auch wenn der Arm noch nicht optimal in Form ist: Der Rest des Körpers scheint trotz reduzierter Aktivität in den letzten Wochen wieder recht fit zu sein. Gut so!

Kleine Anekdote am Rande: Ich wurde gefilmt

Eigentlich war am Ende alles wie sonst und wie erhofft – nur eine Besonderheit kam dazu: Ein Familienvater sah mich offenbar schon von weitem die Skipiste hinauf fahren. Das sieht von oben wohl auch noch etwas dramatischer aus als von unten. Die Fahrt schien ihn zu faszinieren, weshalb er mich mit seinem Smartphone mehrere Minuten lang aufnahm.

Nach dem ich oben gut angekommen war, kamen wir kurz ins Gespräch. Er schien sich mit Rädern und E-Bikes gut auszukennen. Er wunderte sich über den Radtyp „SUV“ und dass man mit ihm tatsächlich solche Steigungen bewältigen kann. Auch schätzte er den Akku-Verbrauch höher ein, denn auf der mehere Kilometer langen Piste selbst habe ich nur knapp 25% eingebüßt. Vielleicht schaut er sich den Film ja jetzt verwundert mit einigen seiner Bekannten an, wer weiß 😉

Als ich bei der Gorialm angekommen bin, wollte ich noch den mit Baggern neu angelegten Weg oberhalb davon herauffahren. Die Strecke ist nicht ganz so steil wie z.B. die Skipiste kurz unterhalb der Schlechtenberger Kapelle, sie ist allerdings mit einem SUV ohne echte Geländereifen bzw. einem gut gefederten eMTB wie dem Lappiere 7.6 nicht ganz so einfach zu bewältigen. Darauf kam es aber gar nicht mehr an, denn schon kurz nach dem Start rutschte mein Blutzuckerspiegel in den roten Bereich – und das, obwohl ich am Abend einen Teller Spaghetti gegessen hatte. Nun gut. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben … Ich fuhr wieder bergab – bei einem wunderschönen Sonnenuntergang.

* Achtung: Die Auf- und Abfahrt auf der Skipiste Aschau ist nur geübten E-Bikern zu empfehlen!

Erneut ein wunderbar abendliches Sonnenuntergangs-Panorama! Das wurde nach dem vielen Regen der letzten Wochen allerdings auch Zeit … Auch diesmal klappte die Fahrt trotz wenig beweglichem rechten Arm ziemlich gut und zügig. Lediglich an zwei Stellen musste ich unfreiwillig absteigen: Einmal ganz am Anfang – da geriet ich in eine „Regenfurche“. Dann weiter oben als meine Reifen schon komplett verdreckt waren. Sie hatten kaum noch Grib. Man sieht auch ganz gut die Spuren von dem noch z.T. recht feuchten Boden auf den Bildern.